Erfahrungsbericht Hospitationsstipendium 2025 - München
Hospitationsstipendium Kinderdermatologie
Munich University Center for Children with Medical and Developmental Complexity,
Integriertes Sozialpädiatrisches Zentrum (iSPZ),
Sektion für integrierte Kinderdermatologie (iKinD)
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals
bei Prof. Dr. med. Hagen Ott
Oktober 2025
Im Rahmen meines vierwöchigen Hospitationsstipendiums im Oktober 2025 hatte ich als Ärztin in Weiterbildung (Dermatologie) die Gelegenheit, am Integrierten Sozialpädiatrischen Zentrum (iSPZ) in der Sektion für integrierte Kinderdermatologie unter der Leitung von Prof. Ott am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München zu hospitieren.
Während dieser Zeit konnte ich umfassende Einblicke in die spezialisierte pädiatrischdermatologische Versorgung gewinnen. Ein zentraler Bestandteil war die tägliche Teilnahme an der interdisziplinären Sprechstunde, in der vor allem komplexe und seltene dermatologische Krankheitsbilder im Kindesalter betreut werden.
Ich erhielt Einblicke in die Arbeit der psychologischen Betreuung, der Physiotherapie sowie der Sozialberatung und konnte an den wöchentlichen interdisziplinären Fallbesprechungen des Teams teilnehmen. Dabei wurde deutlich, wie sehr Kinder und ihre Familien von diesem ganzheitlichen multiprofessionellen Behandlungskonzept profitieren, da medizinische, psychosoziale und funktionelle Aspekte gleichzeitig berücksichtigt werden. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, Einblicke in weitere beteiligte Fachdisziplinen wie z. B. die Kinderrheumatologie zu gewinnen. Ergänzend konnte ich in der dermatologischen Praxis von Frau PD Dr. Schnopp die gesamte Bandbreite der allgemeinen Kinderdermatologie kennenlernen. Dies stellte eine wertvolle Ergänzung zu den spezialisierten Inhalten des iSPZ dar und ermöglichte mir einen breiten Überblick über häufige wie auch seltene Hauterkrankungen im Kindesalter.
Als besonders wertvoll empfand ich, dass sich Herr Prof. Ott stets viel Zeit genommen hat, die Fälle sowohl vor als auch nach den Sprechstunden gemeinsam zu besprechen, diagnostische Überlegungen zu erläutern und therapeutische Strategien gemeinsam mit mir kritisch zu reflektieren. Zusätzlich wurde mir interessante Literatur zu den besprochenen Fällen zur Verfügung gestellt.
Besonders beeindruckt hat mich darüber hinaus der wertschätzende und empathische Umgang mit den Kindern und ihren Familien. Durch eine dem jeweiligen Alter und der individuellen Situation angepasste Kommunikation wurde es möglich, auch komplexe medizinische Sachverhalte verständlich zu vermitteln und Vertrauen aufzubauen. Diese sensible Gesprächsführung stellte einen wesentlichen Bestandteil der Betreuung dar und ich konnte daraus viele wertvolle Impulse für meinen eigenen Arbeitsalltag mitnehmen.
Abgerundet wurde die Hospitation durch die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen, mit z.B. allergologischem Schwerpunkt oder an Treffen mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen der Pädiatrie.
Insgesamt stellte das Hospitationsstipendium eine außerordentlich bereichernde und fachlich wie persönlich sehr wertvolle Erfahrung dar. Besonders wichtig war für mich, dass ich zahlreiche praktische Eindrücke, diagnostische Ansätze und therapeutische Überlegungen in meinen klinischen Alltag mitnehmen konnte, die ich nun in meiner eigenen Klinik anwenden kann. Die Kombination aus hochspezialisierter Versorgung seltener Erkrankungen, interdisziplinärer Zusammenarbeit und Einblicken in die ambulante Kinderdermatologie hat meine Weiterbildung nachhaltig geprägt und mein Interesse an der pädiatrischen Dermatologie weiter vertieft. Für diese Möglichkeit sowie für die jederzeit sehr engagierte und zugleich ausgesprochen herzliche Betreuung danke ich Herrn Prof. Ott und dem gesamten Team sehr.
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